Problembasiertes Lernen (PBL) ist die Königsdisziplin aktiver Pädagogik. Schüler arbeiten in Kleingruppen mit authentischen Problemen und nehmen dabei unterschiedlichen Perspektiven ein. Erworbenes Wissen ist nicht auf isolierte Situationen und Fälle begrenzt sondern erstreckt sich über eine multiple Kontexte. Schüler übernehmen Verantwortung für den Erwerb neuen Wissens und werden von einem Tutor (Coach) während ihres Lernprozesses begleitet und angeregt. Jegliche Unterstützung sowie zusätzliche Lernangebote erfolgen adaptiv und nicht belehrend. Schülerinnen und Schüler entwickeln dabei wertvolle individuelle sowie soziale Fähigkeiten. Kritisches und kreatives Denken (metakognitive Kompetenzen) spielen in PBL eine zentrale Rolle, ebenso wie eine Stärkung der Autonomie und Problemlösungskompetenzen. Als konstruktivistische Pädagogik ist PBL auch mit dem Phenomenon-based Learning in Finnland verwandt.

Ursprünglich wurde PBL für Studiengänge in der Medizin entwickelt, also überall wo es um komplexe Zusammenhänge geht. Beurteilt werden Schüler gemäß ihrer Leistungen die sie in ihren verschiedenen Rollen erbracht haben. Dabei liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung individueller Kompetenzen sowie der Optimierung des Teamworks. Das gesamte Team ist mehr als die Summe seiner einzelnen Mitglieder. Anders als Arbeit in Projektgruppen folgt PBL einer internen Problemlösungslogik während ein Tutor (oder Coach) die Gruppe anhand metakognitiver Kriterien leitet.

Zusammenfassung: PBL bereitet Schülerinnen und Schüler auf das lebenslange Lernen in einer von der Globalisierung und Digitalisierung geprägten Gesellschaft vor. PBL entwickelt Eigeninitiative (intrinsische Motivation) and verantwortungvolles, zukunftsorientiertes Handeln mit anderen. PBL ist eine wissenschaflich fundierte und seit Jahrzehnten international erprobte aktive (konstruktivistische) Pädagogik. Mehr Informationen zu dem ursprünglichen PBL (dem sogenannten McMaster Modell), dem hybriden hPBL (Harvard Modell) und P5BL (Stanford Modell) finden Sie hier.

Angebote: Train-the-Trainers Programme und Weiterbildung von Lehrkräften, Beratung beim Design von Curricula, der Formulierung von Lernzielen und Problemen, Hilfe bei der praktischen Implementation und dem Qualitätsmanagement